Aus in Wasser auf Papier geträufelte Tusche und Aquarell entstehen Formen, Landschaften, Wesen...

Little Creatures formen sich nach der Manier des 'Wolkenguckens'. Ein überlängtes Männchen, dass mit einer Taube tanzt, ein Kugelfisch, der tagträumend durch die Zeit schwimmt, eine Schildkröte, deren Panzer ein riesiges Auge verbirgt... Die Phantasie fliegt mit dem Fineliner und Buntstiften über die Farbe, die das Papier öffnet in eine andere Welt von seltsamen Wesen, in der noch ein wenig Realität mitschwimmt, aber alles möglich ist. Und mit den geöffneten Welten bilden sich Anfänge von Geschichten, die so vielfältig sind, wie Betrachter sich auf sie einlassen.

Die Passepartouts sind alle in 13x18 cm von mir geschnitten.

Szlapkas malerisches Werk ist geprägt durch farbintensive und lichtdurchflutete Alltagsszenen, zumeist aus ihrer Heimatstadt Bochum, sowie den Nachbarstädten im Ruhrgebiet. Ausgangspunkt  sind fotografische Schnappschüsse von Szenen, die Szlapka ins Auge springen. Dem Bild geht dann ein neues Arrangieren des Fotomaterials voran. Um das 'visuelle Stadtrauschen', dem Auflösen von Farben und Formen der Menschen und Gebäuden, zu visualisieren, werden in der malerischen Umsetzung die Motive partiell in Rechtecke aufgelöst.
Ihre Motive wirken spontan und lebendig, intensive Farben und ungewöhnliche Perspektiven bestimmen ihre Malerei.

 

Szlapkas plastisches Werk umfasst kleinere filigrane sowie größere Figuren aus Papier. Deren letzte Schichten aus Japan-, Seidenpapier bestehen. Die meist faltige Oberfläche verleiht den Plastiken eine sehr haptische ‚Haut‘. Dünne und überlängte Arme und Beine kontrastieren meist zu den korpulenten Rümpfen.

In einer neuen Serie behandelt Szlapka das Material Papier in haptischen Wandobjekten. Auch hier lässt sich das Thema Haut erkennen. Narben, Risse, abgezogene Schichten...

Desweiteren unternimmt sie Ausflüge in 3D-Bildern auf mehreren Schichten von Plexiglas, aus in Acryl bemalte Holzwürfel werden Wandobjekte, teils mit Plexiglas im Verbund. Wobei Rechtecke wieder eine Hauptrolle spielen.

 

In ihren häufig vom Material ausgehenden plastischen Arbeiten, schuf Szlapka seit 2020 konzeptionelle Werke zum Thema „Covid is(s)t Kunst“, „Voranschreitende Frauen“ (innerhalb des Projektes „Zuckerwatte für das Patriarchat“) sowie eine Rauminstallation „Haut und Hülle“, bei der eine 1,90 m große Papierfigur das Zentrum bildete.