Liebe Freunde der Kunst,

ich blicke auf ein Jahr zurück, das einige Unsicherheiten, „verordnete freie Zeit“ und neue Wege mit sich brachte.

Im Februar fand noch die Ausstellung „Handmade“ in der Gruppe Elf statt. Mit dem Ende von „Entritt frei“, dem Tag der offenen Ateliers, kam der erste Lockdown. In den sieben Wochen verlegte ich mein Atelier nach Hause. Die Motive „liefen“ unter meinem Fenster vorbei und so sind einige der Minis in Ölfarbe entstanden.


Die Revierkunst durfte dann noch unter entsprechenden Bedingungen stattfinden. Mit dem Bochumer Künstlerbund war ich bei der Outdoor-Ausstellung in der Innenstatt an Litfaßsäulen und Großplakatwänden dabei.

Zehn Jahre nach den Starken Orten Ruhr (2010) lud das Forum Kunst und Architektur Essen (Heimat des Werkkreis Bildender Künstler und des Ruhrländischen Künstlerbundes) zu einer gemeinsamen Ausstellung Synapsen ein, bei der auch ich mit einem Werk vertreten war.
Nun sitzen wir wieder im Lockdown. Mit Künstlerkollegin und Freundin Simone Neumann Salva arbeite ich seit Anfang November an einer Ausstellung, die eigentlich im Januar stattfinden sollte, aufgrund der vagen Möglichkeiten wird sie nun im August im Ausstellungsraum der Gruppe Elf stattfinden.

Besonders freue ich mich, dass die Versteigerung einiger ausgewählter Bilder von mir online 708,55 Euro eingebracht hat, von denen ich 496,- Euro (70%) heute an die Aktion Lichtblicke e. V. überwiesen habe! Nochmals vielen Dank an alle Bieter und viel Freude mit den Bildern.


Auch in meinen aktuellen Bildern habe ich mich Neuem zugewandt und den Hintergründen mehr Raum gegeben. Das wird man dann hoffentlich in den nächsten Ausstellungen sehen können.

Im März soll Eintritt frei stattfinden, danach bin ich im April bei der Kunstmesse Discovery Art Fair in Köln und im August bei der Revierkunst dabei.


Ich freue mich darauf Sie/Euch bald wieder zu sehen.
Eure/Ihre
Silvia Szlapka

 

Silvia Szlapka lebt im Ruhrgebiet. Sie lebt das Ruhrgebiet. Seine Menschen, seine Träume, seinen Wandel. Sie erschafft mit ihren Werken Momentaufnahmen eines kollektiven Ruhrgebietstraums: der furiose Skater im Sprung, Wartende am Dortmunder Hauptbahnhof, die Passanten einer Einkaufsstraße, Menschen wie wir sie jeden Tag in Duisburg, Bochum oder Wanne-Eickel entdecken können. Als Landmarken dazwischen eingestreute Bunker und Hallen, aber auch die Picknickidylle in den typischen renaturierten Parkanlagen des „Potts“. Alles wirkt spontan und lebendig, intensive Farben, ungewöhnliche Perspektiven und Details prägen ihre Malerei. Der Mensch steht immer im Zentrum der Bilder und wird entdeckt, nie entlarvt. In ihrer Einzigartigkeit rauschen die Menschen an uns vorbei. Obwohl festgehalten auf einer Leinwand, kann der Betrachter das Abgebildete nicht ergründen. Das vermeintlich simple der Alltagsdarstellung, erscheint auf dem zweiten Blick wie herausgerissen aus der Zeit. Die Geschichten der Menschen bleiben unentdeckt, müssen durch Erinnerungen und Gedanken des Betrachters gefüllt werden.

 

(Dr. Simone Neumann Salva)