Lukas

61 cm plus 20 x 20 x 20 cm

Lufttrocknende Modelliermasse

Sockel Buche geölt.

 

Diese Plastik 'Lukas' ist im Rahmen eines Stipendiums (Auf geht's und Auf geht's II) vom Land NRW entstanden.


Victor 

17 cm plus 3 x 10 x 10 cm Sockel

Lufttrocknende Modelliermasse, Ölfarbe, Firnis


Mona

25,50 cm inklusive  3x10 x 10 cm Sockel

Lufttrocknende Modelliermasse, Ölfarbe, Firnis


Swinging Peter

23 cm inklusive 3 x 10 x 10  cm

Lufttrocknende Modelliermasse, Ölfarbe, Firnis


Karl-Erich  mit Sockel (10 cm³) 25 cm hoch. Lufttrocknende Modelliermasse. Ölfarbe

Karl-Erich

ist ein ebenso gutmütiger, wie humorvoller Charakter. Man kann mit ihm über alltägliche Geschehnisse rede, aber auch (nicht immer ernst gemeint) philosophieren. Karl-Erich ist ein Flaneur, Blumenfreund und Teichgestalter in seinem kleinen Garten. Kaum etwas lässt ihn so zufrieden seufzen, wie wenn er den Fischen, Vögeln und Blumen zusieht, außer bei einem guten Mahl.

Vor einiger Zeit, bei einem ausgiebigen Spaziergang, ausgiebiger als gewollt, denn er hatte sich in Gedanken tatsächlich verlaufen, war er auf der Suche nach einem kleinen Imbiss ins angrenzende Stadtviertel gekommen und stand alsbald vor einem Restaurant. „Luigi“ stand in roten Lettern über der bogenförmigen Tür, aus der ein köstlicher Duft zu ihm auf die Straße hinausströmte. Dieser ‚Einladung‘ folgte er nur zu gerne. Lächelnd, in freudiger Erwartung auf ein gutes Mahl, trat er ein, schaute sich um und wählte einen Tisch nahe dem Fenster zu seiner Rechten. Er war der einzige Gast. Das Restaurant hatte wohl gerade erst geöffnet. Der Wirt hatte ihm vom Tresen aus zugenickt, ihn kurz gemustert und verschwand in die Küche. Worauf es zu klappern, knistern und zischen begann. Ein würziger Geruch, der von vielen fernen Ländern erzählten, kitzelte seine Nase. Karl-Erich lief das Wasser im Munde zusammen, sein Magen knurrte angeregt und er hoffte, dass der Wirt schnell wieder aus der Küche herauskam, um seine Bestellung aufzunehmen. Aber es dauerte noch weitere unendliche Minuten. Als sein Magen schon recht auffordernd sich zu Worte meldete, kam endlich der Wirt mit roten Wangen und einem zufriedenen Lächeln aus der Küche. Auf den Armen und Händen trug er allerlei Teller und Schälchen, die er dem verdutzten Gast servierte. Dann verschwand er noch hinter der Theke und kam mit zwei Gläsern und einer Flasche Rotwein hervor. Verbeugte sich kurz: “Luigi. Lass es dir schmecken!“ Er setzte sich Karl-Erich gegenüber, schenkte sich selbst einen Wein ein und strahlte über den Appetit seines Gastes, der sich nicht zweimal bitten ließ. Als Karl- Erich noch die Sauce mit dem Brot von den Tellern wischte und zufrieden seufzte, da lachte Luigi zufrieden. „Willkommen Freund!“


 Luigi -  mit Sockel (10 cm³) 26 cm hoch. Lufttrocknende Modelliermasse. Ölfarbe

 Luigi

ist ein Gastronom italienischer Küche.

Bei ihm gibt es nur eine kleine Tageskarte, denn er ist der Meinung, dass ein Gericht zur Tagesstimmung seiner Gäste passen muss, sonst liegen einem die Zutaten quer und das kann ja nicht gut für den Körper und den Geiste sein! Er ist aber wohl einer der seltenen Köche, die eine Gabe besitzen, den Gast direkt beim Betreten seines Restaurants in seinem Gemüt erfassen zu können und kreiert ein auf ihn zugeschnittenes Mahl, welches jeden beim letzten Bissen zufrieden seufzen lässt. Luigi stimmt nichts froher, als dich satt und glücklich zu sehen.

Wer zu ihm das erste Mal kommt, der kommt als Fremder und geht als Freund.


Jan-Ulrich (29 cm mit 10 cm³) Lufttrocknende Modelliermasse. Ölfarbe

Ein bleicher junger Mann, intelligent, treffsicher in seinen Worten und, trotzdem er ein wenig blasiert wirkt, schätzen seine Freunde ihn wegen seiner Selbstironie und seines trockenen Humors, der immer dann hervorkommt, wenn er mit seinen Freunden in anregender Diskussion vertieft ist. Dann sprengen seine Bemerkungen die Ernsthaftigkeit der Gespräche, bis alle sich vor Lachen schütteln. Dann blitzen seine Augen vergnügt und auf seinen Wangen erscheint ein zartes Rosa.

Den Wochenanfang verbringt er in der Regel nachmittags mit seinem Bruder Jürgen. Dieser ist allgemein dauerentspannt, selbst, wenn er Sport macht, denn er schwebt dabei bisweilen verträumt durch den Park und hegt ein fast kindliches Vergnügen, Schmetterlingen hinterher zu tanzen. Von weitem macht es den Eindruck, als übe er eine neue Sportart aus, so zwischen Tai-Chi und Ausdruckstanz, in überraschend wechselnden Tempi.


Jürgen (25 cm mit 10 cm³)   Lufttrocknende Modelliermasse. Ölfarbe

Jürgen

ist ein wenig verträumt, romantisch, liebenswürdig… und schmunzelt gerne über die überraschenden Vorkommnisse in der Natur.

Er liebt es, als Ausgleich zu seinem Bürojob, in seinem grünen Sportdress zum Park zu spazieren und ein wenig ‘Körperertüchtigung‘ zu betreiben.

Manchmal trifft er sich dort mit seinem Bruder Jan-Ulrich, der nicht so viel für Sport übrig hat, es sei denn, es ist ein Denksport. Durch seine Begleitung hat Jürgen die Gewissheit, dass Jan-Ulrich hin und wieder an die frische Luft kommt. Denn dieser ist schon immer ein wenig blass gewesen. Zu Beginn macht Jürgen ein wenig Stretching, danach ein wenig Tai-Chi und darauf seine Lieblingsübung: Freestyle. Wenn Jan-Ulrich ein wenig gelangweilt erscheint, dann macht er sich einen Spaß daraus, Schmetterlingen oder Bienen hinterher zu turnen. Das bringt seinen Bruder immer zum Stirnrunzeln und Kopfschütteln, aber manchmal vernimmt Jürgen bei ihm auch einen kleinen Gluckser, wenn er es zu komischen Verrenkungen bringt.


Singing Swimsister Klara

19,5 cm plus 10 x 10 x 10 cm

Lufttrocknende Modelliermasse, Ölfarbe, Firnis


Singing Swimsister Susanne

20 cm plus 10 x 10 x 10 cm

Lufttrocknende Modelliermasse, Ölfarbe, Firnis


Antoine - verkauft

ist ein Denker, ein Philosoph, ein Gehirntüftler und ein begeisterter Rätselsammler.

In seinem Lesezimmer hat er eine Sammlung aus der ganzen Welt. Er sucht nach Rätseln alter Kulturen, die eine Geschichte beinhalten. Er kann dann stundenlang in sich versunken nach einer Lösung suchen. Entweder sitzt er dabei in seinem Ohrensessel oder er geht um den Block. Immer und immer wieder, bis er die Lösung hat oder müde wird.

Sein alter Schulfreund Karl-Erich zieht ihn hin und wieder auf, dass er noch tiefe Gräben in den Bürgersteig laufe. Dann lachen beide amüsiert über diese Vorstellung und Antoine schüttelt seinen angestrengten Kopf und sie flanieren eine Weile und kehren zu einem Wein bei Luigi ein. Einem gemeinsamen Freund und Wirt, der immer weiß, was seine Gäste an Gaumenfreuden benötigen.


Maja - verkauft

 

Silvia Szlapka lebt im Ruhrgebiet. Sie lebt das Ruhrgebiet. Seine Menschen, seine Träume, seinen Wandel. Sie erschafft mit ihren Werken Momentaufnahmen eines kollektiven Ruhrgebietstraums: der furiose Skater im Sprung, Wartende am Dortmunder Hauptbahnhof, die Passanten einer Einkaufsstraße, Menschen wie wir sie jeden Tag in Duisburg, Bochum oder Wanne-Eickel entdecken können. Als Landmarken dazwischen eingestreute Bunker und Hallen, aber auch die Picknickidylle in den typischen renaturierten Parkanlagen des „Potts“. Alles wirkt spontan und lebendig, intensive Farben, ungewöhnliche Perspektiven und Details prägen ihre Malerei. Der Mensch steht immer im Zentrum der Bilder und wird entdeckt, nie entlarvt. In ihrer Einzigartigkeit rauschen die Menschen an uns vorbei. Obwohl festgehalten auf einer Leinwand, kann der Betrachter das Abgebildete nicht ergründen. Das vermeintlich simple der Alltagsdarstellung, erscheint auf dem zweiten Blick wie herausgerissen aus der Zeit. Die Geschichten der Menschen bleiben unentdeckt, müssen durch Erinnerungen und Gedanken des Betrachters gefüllt werden.

 

(Dr. Simone Neumann Salva)